8 Gründe warum Menschen in Beziehungen bleiben obwohl sie sich trennen sollten

Nicht jeder Verlust ist wirklich einer, manchmal kann es ein Gewinn sein, sich von etwas zu lösen. Das trifft nicht nur auf alte Klamotten zu, auch auf manche Freundschaft oder Beziehung.

Wir bleiben zu lange in Beziehungen, die uns schaden

Beziehungen direkt aufgeben beim kleinsten Anzeichen von Disharmonie ist falsch – ebenso falsch wie Jahrzehnte zu warten, bis die Kinder groß sind und das Haus bezahlt. Manche Beziehung besteht nur noch aus Tiefs und kennt keine Höhen mehr. Bei Lebensmitteln sind wir schon vor dem Verfalldatum kritisch, bei Beziehungen halten viele Menschen sehr lange danach noch durch und schaden sich immer mehr selbst. Wir machen uns selbst krank und schaden uns. Warum ist das so?

8 Gründe warum Menschen in Beziehungen bleiben obwohl sie sich trennen sollten


8 Gründe warum Menschen in Beziehungen bleiben obwohl sie sich trennen sollten

  1. Schlechtes Selbstbewusstsein

Oftmals ist unser Selbstwert viel zu schlecht – vollkommen unangemessen. Wir glaubem andere Menschen sind durch ihre Besonderheiten außergewöhnlich. Bei uns sehen wir das viel pessimistischer. Wenn du glaubst, dass niemand sonst sich für dich interessiert, dann bleibst du deswegen vielleicht auch zu lange in einer Beziehung, die dir schadet. Andere Menschen würden dich nur bestärken in deinem Glauben und du bist der Meinung, nicht gut genug zu sein, um die große Liebe zu verdienen.

  1. Liebe muss schmerzen

Wir kennen es seit Romeo und Julia, richtige Liebe wird uns von Kind an als schmerzvoll verkauft. Die besten Liebesromane haben einen schmerzvollen Ausgang. Das ist damals so gewesen und heute auch noch so. Dadurch entsteht in uns das Bild, Liebe muss traurig sein und wir haben uns aufzuopfern. Liebe besteht aus Stress und Schmerz – das glauben wir.

  1. Angst vor der Einsamkeit

Wir haben Angst davor, alleine zu leben und wir glauben, dass uns so schnell keine bessere Beziehung möglich ist. Bevor wir alleine zu uns selbst finden, bleiben wir so in einer Beziehung, die uns schadet.

  1. Er wird sich ändern

Der Glaube daran, dass er sich ändern wird (oder sie natürlich) ist immer sehr stark. Wir möchten nicht aufgeben – und das sollten wir auch nicht voreilig. Aber nachdem man zum xten Male geschlagen wurde, glaubt man immer und immer wieder, dass es jetzt anders wird. Es ändert sich nichts und es geht weiter, wie es ist.

  1. Angst vor finanziellen Sorgen

Wir glauben nicht, dass wir es finanziell nach der Trennung schaffen werden. Dadurch glauben wir nicht, dass es alleine geht und wir ertragen es aufgrund von Komfort länger in unserem goldenen Käfig, in dem unser Leben nach und nach verloren geht.

  1. Der Kinder wegen bleiben

Kinder lieben eine intakte Familie und sie zu schützen ist wichtig. Das bedeutet aber nicht, dass man sich selbst aufgibt, sondern dass man rettet, was zu retten ist – ohne sich dabei selbst zu belügen. Alles braucht ein Ende, wenn es nicht mehr anders geht und wenn man nur noch vor sich hin lebt.

  1. Gewalt wird als normal empfunden

Man spricht oft von „Missbrauch“, aber es geht immer um Gewalt – egal in welcher Form. Durch unsere Prägung und das schlechte Selbstwertgefühl kann es dazu kommen, dass wir glauben, es sei normal, dass wir uns schlagen, vergewaltigen und vorführen lassen.

  1. Du glaubst, es gibt keine bessere Beziehung

Wenn du keine bessere Beziehung kennst – auch von deinen Eltern, dann bist du zufrieden, obwohl dir immer etwas fehlt. Du fühlst dich schlecht und du leidest, aber es geht nicht besser. Dazu passt natürlich auch die bereits zitierte Weltliteratur.

Wie können wir am besten dagegen angehen?

Zuerst einmal müssen wir unser Selbstbild heilen. Wichtig ist, dass wir beginnen, uns als wichtig anzuerkennen und uns wertschätzen können. Psychologische Beratung in Anspruch zu nehmen macht dabei wirklich Sinn. Wir können nicht von alleine beschließen, dass wir einfach mal eben an uns glauben und uns wertschätzen. Das muss in unserem Herzen ankommen.

Glück entsteht nur in uns und wir können es nur alleine erzeugen. Das darf niemals von anderen Menschen abhängen, da wir sonst in einer Opferrolle sind.

Sollte es zu einer Änderung kommen, so müssen wir wirklich daran arbeiten – zum Beispiel in einer Paartherapie – vielleicht auch mit Hypnose.

Es ist wichtig, sich zu erkundigen, wie es nach einer Trennung alleine weitergehen kann – auch finanziell. Nicht voreilig urteilen, sondern erst informieren.

Wir dürfen liebevoll behandelt werden – von uns und anderen Menschen. Sicher dürfen wir auch alle Neigungen ausleben – aber auf freiwilliger Basis. Es ist keine Pflicht, das Spielzeug des Partners zu sein, sondern dies darf nur sein, wenn wir es gerne sind.

Du darfst alles, was du möchtest sein und leben – vor allem aber darfst du frei und selbstbestimmt glücklich sein. Lebe dein Leben – es gibt nur das eine.

Jeder Mensch hat ein Recht auf sein Glück und seine Freiheit – lebe sie. Man kann schauen, was man verändern und retten kann – aber dann braucht es auch die Umsetzung und den Mut „Nein“ zu sagen, wenn es nicht mehr passt.


Städteregion Aachen (Aachen, Alsdorf, Baesweiler, Eschweiler, Herzogenrath, Monschau, Roetgen, Simmerath, Stolberg Rhld., Würselen), den Kreisen Düren (Aldenhoven, Düren, Heimbach, Hürtgenwald, Inden, Jülich, Kreuzau, Langerwehe, Linnich, Merzenich, Nideggen, Niederzier, Nörvenich, Titz, Vettweiß) und Heinsberg (Erkelenz, Geilenkirchen, Heinsberg, Hückelhoven, Übach-Palenberg, Wassenberg, Wegberg, Gangelt, Selfkant, Waldfeucht) sowie Mönchengladbach, Viersen und Umgebung

Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.