10 Gründe der Psychologie für Essstörungen und was wir dagegen unternehmen können

Bulimie, Anorexie oder Adipositas (Krankhafte Fettsucht) sind Krankheiten der heutigen Zeit – und leider viel zu oft Tabuthemen oder keine richtigen Probleme. Es ist Zeit, das zu verändern.

10 Gründe der Psychologie für Essstörungen und was wir dagegen unternehmen können


10 Gründe der Psychologie für Essstörungen und was wir dagegen unternehmen können

Hier sind die zehn wichtigsten Gründe, warum ein Mensch Bulimie, Anorexie oder Adipositas (Krankhafte Fettsucht) entwickelt:

  1. Kultur und Umwelteinflüsse

Wir leben in der Welt der Reichen und Schönen, alles ist überall immer perfekt dargestellt und jeder sagt uns, dass wir schlank sein müssen, damit wir sexy sind. Schlank ist natürlich längst nicht bulimisch oder ein Anzeichen für eine Anorexie, aber sehr oft führt ein Schlankheitswahn genau dorthin.

Wir glauben, dass nur schlank gesund ist und die Industrie geht bei Bekleidung und Ernährung voran. Man macht Werbung mit schlanken Menschen, die erfolgreich wirken – und das sogar unabhängig vom Produkt. Auch Fast Food, Zuckerbomben und Fettansammlungen werden als Schlankheitsessen und Sportnahrung verkauft. Mancher Markenname sollte da eine Klage wert sein.

  1. Menschen in der Umgebung

Im Beruf oder im Privatleben kann es dazu kommen, dass man an uns direkt oder indirekt herumnörgelt. Wir bekommen die neue Mode gezeigt, die nur mit Idealgröße passen kann, die wir nicht haben – oder später glauben nicht zu haben, wenn es schon in Richtung ernsthafter Störung geht.

Auch der Fitness-Wahn und ein übergroßes Gesundheits- oder Sport-Bewusstsein ist bei Menschen in unserer Umgebung schädlich, wenn wir anfällig dafür sind. Wir empfinden es als Zwang, diesem Verhalten zu folgen und werden schnell frustriert.

Auch die Karriere kann ein Auslöser sein, weil man ja am besten mit einer Top Figur die Karriereleiter besteigt, das glauben wir zumindest. Das hat vielleicht nichts mit der Realität zu tun, aber was wir sehen prägt uns und was wir annehmen nicht weniger.

  1. Wettkampfsport

Viele Menschen sind in Sachen Sport sehr engagiert und versuchen, alles aus sich rauszuholen. Jeder Mensch hat aber nun einmal eine natürliche Leistungsgrenze. Dann wird versucht, mit Hungerkuren mehr herauszuholen, als an sich möglich sein würde.

  1. Mobbing

Es war immer schon so, dass du für alles gemobbt werden kannst. Egal ob zu klein oder groß, zu dick oder dünn, zu dumm oder schlau oder was auch immer – Mobbing hat immer eine Grundlage. Es wirkt natürlich im Bereich der Äußerlichkeiten, da wir uns darüber den Mitmenschen gegenüber definieren und attraktiv wirken wollen, weil wir soziale Wesen sind und weil wir sicherlich auch eine Beziehung möchten bzw. zu halten versuchen. Hier öffnen wir Verunsicherungen jede Türe.

  1. Vererbung

Die Gene können auch schuld sein und die elterliche Prägung bzw. die des Umfelds. Wenn wir in eine Familie hinein geboren werden, dann nehmen wir die Gene mit und auch das, was wir lernen. Oftmals sind Menschen, die eine bestimmte Körperform haben, durchaus auch optisch Kinder ihrer Eltern. Eltern erziehen ihren Kindern sehr oft ein falsches Essverhalten an. Verhaltensweisen werden übernommen und so manifestieren sich früh ähnliche Ausprägungen.

  1. Stress

Menschen, die zu viel Stress ausgesetzt sind – durch die vorgenannten Dinge oder andere Ursachen – neigen dazu, gewisse Hormone und andere Stoffe zu produzieren, die oftmals für die Gewichtszunahme verantwortlich sind. Ebenso sind Antidepressiva Medikamente, die bei solchen Erkrankungen der Seele das Übergewicht noch fördern. Somit ist beides geeignet, ein falsches Essverhalten zu bnegünstigen.

  1. Zu wenig guter schlaf

Wenn wir nicht gut, tief und ausreichend schlafen wird die Fettverbrennung gestört, der Körper ist nicht im Gleichgewicht und wir erhöhen die Tendenzen, eine Essstörung zu fördern.

  1. Trauma und Missbrauch

Missbrauch bzw. Gewalt und Traumata aller Art tragen oftmals zu einer Essstörung bei. Man fühlt sich ohnmächtig und möchte einen Bereich des Lebens kontrollieren. Oftmals wird es sehr extrem, so dass beispielsweise Tampons gegessen werden, die dann den Hunger unterdrücken sollen. Man trifft sich online mit Gleichgesinnten in speziellen Gruppen und Foren, damit man sich austauschen kann. Hier wird man tiefer in den Sog gezogen.

  1. Keine passenden Strategien kennen

Wir merken sicherlich, wenn wir eine Essstörung beginnen zu entwickeln, aber wir wissen nicht, was wir dagegen unternehmen können. Oftmals kommen wir mit Stress oder belastenden Erlebnissen nicht zurecht (siehe oben) und möchten dann die Mischung aus Macht und Ohnmacht erleben, über die wir Kontrolle haben – die Essstörung. Das lindert das Leid nicht, aber wir haben ein wenig den Eindruck, dass wir wenigstens das aushalten können.

Diese Energie kann ein Coaching übrigens hervorragend nutzen, wenn wir zunächst erst einmal am folgenden Punkt arbeiten – dem letzten und wichtigsten.

  1. Schlechtes Selbstbild

Menschen mit Bulimie oder Anorexie sehen sich genauso übergewichtig wie Menschen mit Adipositas. Alle denken und fühlen, dass sie zu dick sind. Daher verhalten sie sich auch gleich und schämen sich – und das nicht nur in Schwimmbad und Sauna. Sie zeigen sich nicht gerne, fühlen sich schnell angegriffen und verletzt. Alles kommt ihnen wie Mobbing vor und bestätigt sie in ihrem schlechten Selbstwertgefühl.

Was können wir unternehmen?

Fast immer ist es ein psychologisches Problem, das zugrunde liegt. Die Seele leidet und das überträgt sich auf den Körper – das wiederum lässt die Seele leiden. Immer mehr innere Konflikte entstehen und treiben uns in eine falsche Wahrnehmung, eine Sucht und viele andere Probleme.

Wir wissen heute viel darüber und können gut dagegen angehen, aber der Betroffene selbst möchte seinen Schutzpanzer nicht verlassen. Wenn wir etwas machen, was uns (scheinbare) Sicherheit gibt, dann geben wir das ungerne auf. Der Drogenabhängige und der Alkoholiker machen auch Dinge, die nicht gut oder gesund sind – und auch sie wollen die Komfortzone der Sucht nicht verlassen.

Das Umfeld ist vorsichtig, hat aber Angst, übergriffig zu sein. Hier ist es wichtig, dass wir uns ein Coaching / eine Psychologische Beratung oder auch eine Ernährungs- und Gesundheitsberatung erlauben, um uns als Angehörige damit zu befassen und positiv einwirken sowie wirklich helfen zu können.

Niemand muss Angst haben, dass er eine Essstörung nicht mehr los wird oder es unmöglich ist, das anzusprechen, was zu unternehmen ist. Wir können so etwas sanft und achtsam auflösen – mit einem Hypnose Coaching geht das übrigens gerade am Anfang sehr leicht und schnell. Manchmal braucht es mehr Hilfe und eine individuelle Therapie, aber das muss man sich persönlich anschauen und darüber sprechen. Wir haben die passenden Ansprechpartner, mit denen sich gemeinsam diese Dinge auflösen lassen. Heutzutage kann man wirklich gut und nachhaltig viel verändern, wenn es um Essstörungen geht.


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