Die dreisteste Werbelüge in Sachen Ernährung 2017

Wir werden verarscht in Sachen Ernährung – man kann es anders nicht sagen. Dafür sind wir selbst verantwortlich. Aber es gibt immer mehr Öffentlichkeit, die für eine Änderung sorgen kann.

Die dreisteste Werbelüge in Sachen Ernährung 2017


Die dreisteste Werbelüge in Sachen Ernährung 2017

Es ist gewählt und es standen laut Foodwatch dort zur Wahl für den Goldenen Windbeutel 2017:

  • Alete Kinderkeks: Der angeglich „babygerechte“ Keks mit 25% Zucker.
  • Bauer Protein Drink: Teuer und mehr Proteinzusatz als brauchbar.
  • Lacroix Ochsenschwanzsuppe: Ohne Ochsenschwanz.
  • Kellogg’s Urlegenden Müsli: Wenig Urkorn, aber viel Schaumschlägerei.
  • Becel Omega-3 Öl: Viel Geld für wenig Omega-3 und ein falscher Vergleich.

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Der Goldene Windbeutel 2017 geht an:

Der Alete Kinderkeks hat gewonnen. Das sagte heute Morgen der Geschäftsführer von Foodwatch im Frühstücksfernsehen von ARD/ZDF. Hierbei ist zu bemerken, dass er mit 25% sogar mehr Zucker enthält als die Donuts einer großen Fastfood-Kette. Dennoch wird das Produkt als „babygerecht“ angeboten. Das soll sich aber nun ändern, so soll der Hersteller Foodwatch mitgeteilt haben.

Die anderen Lügen sind auch nicht besser, vor allem sind auffällig:

Die Firma Kellogg’s mit ihrem Urlegenden Müsli. Es ist hier der Hafer als Urkorn gewertet, der restliche Gehalt an dem, was man wohl erwarten könnte liegt bei 3%. Nimmt man den Hafer dazu liegt man bei 50%. Daher: Wenig Urkorn, aber dies ist laut Hersteller eben nicht klar gesetzlich definiert.

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Das Becel Omega-3 Öl gibt an, dass es drei Mal mehr Omega 3 enthalte als Olivenöl. In diesem ist Omega 3 ohnehin kaum enthalten. Aber es klingt doch gut.

Dagegen ist die Eiweiß Überdosierung oder der fehlende Ochsenschwanz eher schon zu erwarten. In einem einst getesteten Mirabellentee waren auch keine Mirabellen enthalten – nicht einmal so gekennzeichnete Aromen.

Fotos / Angaben / Quelle: Informationen und Screenshots von Foodwatch. Danke für die tolle Arbeit.

Wieso ist so etwas möglich?

Weil es Alltag in unserem Leben ist und vollkommen normal. Es gibt keine sinnvollen Kennzeichnungspflichten und wir möchten viele Dinge nicht wissen. Wir verlangen auch keine Angaben hinsichtlich der Inhaltsstoffe. Woher die Eier in Fertigprodukten kommen, muss man nicht angeben. Das aber ist nur ein kleiner Teil, denn sehr viele Stoffe müssen nicht einmal angegeben werden – man nennt das „nicht deklarationspflichtig“.

Glyphosat ist (Danke Herr CSU Minister) auch wieder für fünf Jahre zugelassen und die Sendung Quarks verbreitet bei Facebook, es ginge in Europa erst einmal nicht anders und die anderen Mittel wären noch weniger getestet. Dann kann man sicher auch besser schlafen oder? (Sarkasmus wieder aus.)

Wenn wir nicht – wie bei einer Foodwatch Aktion – mitmachen und vernünftigere Dinge kaufen, dann wird sich nichts ändern. Ernährungsberatung ist wichtiger als je zuvor und Übergewicht wird ein massives Problem. Es liegt an uns und wir entscheiden, wie wir leben wollen. Es geht – wenn wir bereit sind, etwas zu verändern. Wir können entscheiden, ob wir unserem Fettstoffwechsel helfen und ob wir gesund leben wollen. Es liegt an uns und ich freue mich auf den Kontakt zu Menschen, die etwas verändern möchten.

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